copyright: © peter warkus, www.mittelgebirgsroute.de
Die Mittelgebirgsroute Im Jahr 2013 machte sich Ideengeber Peter Warkus mit seinem Sohn Ricco ans Werk, um eine Route entlang des Deutsch-Tschechischen Grenzgebiets zu entwickeln. Herausgekommen ist ein rund 1230 Kilometer langer Rundkurs der -ausgehend von ihrer Heimatstadt Selb- über das Erzgebirge, die Sächsische Schweiz, das Zittauer Gebirge, den Bayerischen Wald und den Oberpfälzer Wald wieder zurück nach Selb führt. Der erste Entwurf der Route sah nur eine Befahrung vom Zittauer Gebirge bis zum südlichen Bayerischen Wald vor, dann wäre es jedoch unvermeidlich gewesen, umzudrehen und die Strecke zweimal zu fahren. So erschuf man eine Streckenführung durch die CZ und erhielt so einen Rundkurs. Egal wo man an der Rote einsteigt, man kommt immer wieder zu diesem Punkt zurück. Für alle Gattungen der mobilen Fortbewegung hat die Route sehr viel zu bieten. Meist gut ausgebaute Straßen, kurvenreiche Strecken, herrliche Landschaften, unterschiedliche Kulturen, interessante Sehenswürdigkeiten, kulinarische Spezialitäten sowie schöne Cafés, Restaurants und Eisdielen sorgen für jede Menge Freizeitwert entlang der Route. Wenige Straßenabschnitt sind zwar doch noch etwas holprig zu befahren, doch wird vielerorts bereits neu geteert und nachgebessert. Die offizielle Beschilderung der Route (mit Schildern welche touristische Routen ausweisen und mit weißer Schrift auf braunem Grund charakterisiert sind) ist weiterhin erklärtes Ziel, doch die bürokratischen Hürden sind enorm. Eine derartige Beschilderung ist zum jetztigen Zeitpunkt nicht möglich, weshalb die Möglichkeit geschaffen wurde, über KML und GPX Dateien per Navigationsgerät zu navigieren. Die angebotene Landkarte ist extrem hilfreich bei der Orientierung und oft sehr nützlich bei geplanten Abstechern (z.B. Parkstein, Prag etc.) Am Rande sei erwähnt, dass eine Beschilderung mit schwarzer Schrift auf weißem Grund innerhalb von Ortschaften möglich ist, da dies in die Zuständigkeit der örtlichen Behörden fällt. Dies umzusetzen ist jedoch enorm zeitaufwendig, da man mit allen einzelnen Gemeinden in Verbindung treten müsste. „Für die Städte und Gemeinden entlang der Strecke bieten sich gute Chancen, auf sich aufmerksam zu machen. Auch können wir damit Gäste erreichen, die wir bislang noch nicht beworben haben!“ sind sich Oberbürgermeister Pötzsch und Nadja Hochmuth aus dem Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt Selb sicher. Gerne habe man sich deshalb beteiligt und erste eigene Beschilderungen vor Ort aufgestellt. „Natürlich freut es, dass Touristen durch die Selber Innenstadt geleitet werden.“ Von städtischer Seite wurde deshalb die weitere Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten zugesagt. Die „Mittelgebirgsroute“ kann noch mit vielen Informationen wie Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten bis hin zu einer im Fall der Fälle notwenigen Werkstatt gefüttert werden. Dies sowohl in Selb, als auch in anderen Städten denn die Strecke eignet sich mitsamt seinen vielen schönen Eindrücke für jede Art von Urlaub. Egal ob Fahrradfahren, Motorradfahren, Sightseeing per Auto oder Wohnmobil - jeder findet hier das Richtige. „Die Route ist etwas Beständiges und kann nach und nach wachsen“, weshalb die beiden Entwickler, zu deren Leidenschaft Motorradfahren zählt, in die „Mittelgebirgsroute“ mit Sicherheit noch jede Menge freiwillige Arbeit stecken dürften. „Das ist ein toller Türöffner für viele Bereiche und zugleich eine Chance für die Kommunen, sich hierüber auch verstärkt überregional bewerben zu können“, ist Selbs Oberbürgermeister Uli Pötzsch für eine ganz besondere Arbeit dankbar. Dies vor allem, weil diese rein auf privater Basis umgesetzt wurde.